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Die Jugendliche und das Virtuelle

Es scheint, dass wir die neuen Generationen negativ viel besprechen. Zu viel manchmal. Wir heben die Hände auf und schreien über eine drohende Götterdämmerung. Erschrocken, schauen wir die, welche heute 12-16 sind, vergessend das ewige Problem von Ankommenden und Abgehenden. Die Versuche, die alten Regeln den Ankommenden aufzuzwingen, bringen uns in eine Verlegenheit.

Die neue Generation stammt immerhin aus einer anderen Welt, die schon ihren Gesetzen entsprechend wohnt. In dieser Perspektive sind die Generationen von 1970-1990 „Übergangsrepräsentanten“: schon in reifem Alter haben sie die Virtuellisation angetroffen, aber erinnern sich noch gut an die Welt ohne neue Technologien. Und die Generation früher als 1970 stellt sich sehr schwer dar, wie man sich in dieser Welt verhalten muss und wie man diesen Informationsumfang behandeln kann. In diesem Widerspruch stecken sich die Sozialprobleme, die uns heute begegnen.

Sich selbst überlassen, ohne die neuen Regeln erklärt zu sein, fangen die Kinder selbst an, diese neuen Regeln zu formulieren. Sie erblicken eine neue Welt, dieser von Huxley ähnlich, die ihnen verschiedene Versuchungen öffnet (unter anderen, ist das eine neue Gestalt der „Freiheit“). Das ist ein neues Wertesystem: eins von Welt-als-Spiel und Welt-als-Vergnügenindustrie. Hier ist es hinreichend, seinen Rivalen tötend, entweder auf ein neues Niveau fort zu schritten oder einen Restartknopf zu drücken. Folgerichtig wird die Simulation der Spielfreiheit auf alle andere Niveaus des reellen Lebens projiziert: aber die reale Welt droht mit Problemen, die meistens im Virtuellen unbekannt sind: Selbstmord, Paranoia, Kleptomanie, Xenophobie u. a., auf welchen jedoch die Spielästhetik basiert wird. Der Will von Eltern hat keinen Wert in diesem System.

Andrerseits, die Emanzipation von Eltern, die heute 30-40 sind, beeinflusst nicht weniger. Das neue Verständnis der Elternfunktion und ihr Streben, in alles gleich zu sein, gleich zu arbeiten und gleich Haushalt zu führen, stoßt die Kinder an, ihre eigene Wege selbst nicht nur im Virtuellen, aber auch im Reellen zu suchen.

Dieses Problem hat keine aufgedrungene Soziallösung. Wir können nur Geduld haben, diesen Zeitraum vorbeizulaufen, um eine neue Generation zu sehen, die kompetent sein würde, die neuen Schätze adäquat zu lehren.